Dekanat Bergstraße

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„Fürchte dich nicht – lebe!“

„Fürchte dich nicht – lebe.“ So heißt ein ökumenischer Kurs. Fünfzehn Menschen in Viernheim hat das Thema angesprochen. Sie haben sich zum Kurs angemeldet, treffen sich während der Passionszeit montagsabends im Familienbildungswerk und tauschen sich darüber aus.

Angst ist in unserer Lebenswelt ständig gegenwärtig: Angst vor Arbeitslosigkeit, Krankheit, Krieg und Terror. Angst vor einem Unfall oder einem Verbrechen. Angst vor dem Fremden. Ständig liegt das Thema oben auf. Mir machen der zunehmende Egoismus, Rücksichtlosigkeit und Fanatismus in unserer Gesellschaft Angst. Gaffer behindern Einsätze und provozieren neue Unfälle, knipsen Bilder mit Smartphones und stellen sie dann skrupellos in soziale Netzwerke. „Unsere Welt ist nicht mehr normal“ so hat es ein Feuerwehrmann nach dem schweren Unfall auf der A5 bei Walldorf mit vier tödlich Verunglückten treffend auf den Punkt gebracht.

Es gibt vieles, das uns Angst macht. Aber Angst war noch nie ein guter Ratgeber. Angst hat mit Enge zu tun, so wie sich der Hals zuschnürt und die Luft zum Atmen fehlt. „Fürchte dich nicht“ – über 200 Mal steht dieser Satz so oder so ähnlich in der Bibel. Das ist eine Kernaussage des christlichen Glaubens. Sich nicht zu fürchten ist leichter gesagt, als getan. Aber es lohnt sich, sich diesen Satz immer wieder selbst vorzusprechen und sich zusprechen zu lassen.

„Fürchte dich nicht – lebe!“ Die Alternative zur Furcht ist das Leben! Leben ist Unbeschwertheit, allen Ängsten zum Trotz, erfordert Mut und Vertrauen. Wag den Sprung ins Leben! Ich werde erinnert an ein Erlebnis. Ich wollte meine sechsjährige Tochter, die gerade erst schwimmen gelernt hatte, mit einem Sprung vom Drei-Meter-Turm beeindrucken. Gesagt, getan! Als ich wieder auftauchte, staunte ich nicht schlecht. Sie war oben auf dem Brett. Ich rief ihr erstaunt zu: „Willst du auch springen?“ „Ja“ rief sie mir zu und lief langsam nach vorn. Sie überlegte nicht lange, sprang einfach und tauchte stolz wieder auf. Was für eine Sternstunde! Meine Tochter hat mir gezeigt, was Vertrauen heißt. Vertrauen ins Leben wie ein Sprung ins Schwimmbecken. Vertrauen in sich selbst. Vertrauen, dass da jemand ist, der mir hilft. Als Christ vertraue ich darauf, dass Gott mich trägt und hält, auch in schweren Zeiten, auch mit meinen Ängsten. Diesem Gott kann ich mich anvertrauen wie ein Kind seinem Vater oder seiner Mutter.

Pfarrer Markus Eichler, Ev. Auferstehungsgemeinde Viernheim

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